Der Tisch fühlt sich mit immer mehr leeren Gläsern, der Alkoholpegel steigt. Der Raum in dem wir uns alle befinden ist klein und stickig,
wir befinden uns alle in einer Ecke des großen Dachbodens. Es stinkt nach Zigarettenrauch, durchgehend brennt eine Zigarette und
der Rauch breitet sich weiter aus. Mit den Menschen mit denen ich mich hier befinde, kann ich nichts wirkliches anfangen. Es ist schwer
eine Koversation aufzubauen, aber dennoch gelingt es mir ab und zu. Auf einmal schreien alle auf, anscheinend ist jemand dazu gekommen.
Ich schaue durch den Raum und gucke wer dazu gestoßen ist, und blicke direkt in die Augen der Person. Seine Augen sind rot, ich muss
nicht lange erraten wieso diese so sind. Er setzt sich zwei Plätze neben mich, und schaut mich an. Ich höre aus den Gesprächen der anderen heraus das er Chris heißt. Es vergeht viel Zeit und ich befinde mich mittlerweile auf dem Schoß eines Jungen, und ich bekomme mit wie er
von Chris Marihuana zugesteckt bekommt. ''Ist er ein Dealer?'' frage ich gedämpft zu dem Jungen auf dem ich mich befinde und er nickt mir
nur mit einem lächeln zu. Wir fangen an ein Interessantes Gespräch über seinen Drogenmissbrauch zu führen, und nach einer Zeit klingt
sich jemand ein, es ist Chris. Wir fangen an miteinander zu lachen, und unterhalten uns über alle mögliche was es zu besprechen gibt.
Nach einer Zeit steht Chris auf, und ich schaue ihm hinterher. Sein schiefes lächeln hat ihn verraten, ich ahne was er vor hat.
Im nächsten Moment werde ich auch schon gefragt ob ich mitmachen möchte. Ich stimme diesem zu, was in dieser Runde niemanden
zu verwundern scheint. Chris ist schon seit sehr langer Zeit verschwunden und jemand verlasst die Runde um zu schauen was er tut.
''Er braucht so lange da er ja schon stoned ist.'' sagt mir jemand und wir unterhalten uns etwas über ihn. Und nach ein paar Minuten
kommt er auch schon mit seinem lächeln wieder und fordert einige auf mit hinaus zu gehen, ebenso mich. Ich schließe mich ihnen an und
wir verlassen die Bar, und suchen uns draußen ein ruhigen Platz, nach dem wir diesen gefunden haben beginnen wir auch schon.
Ich ziehe einige Male, und genieße das Gefühl der Schwerelosigkeit, und lasse mich zu Boden gleiten. Chris schaut zu mir herunter,
er setzt sich neben mich ''Alles ok bei dir?'' - ''Alles ok!'' Er lächelt und hält mir den Joint entgegen. Nach einer gewissen Zeit, ist das gute
Zeug aufgeraucht und wir sitzten mittlerweile alle in der Einfahrt einer Garage. Wir beschließen wieder zurück zu gehen, nur fällt mir dieses schwer. Chris bemerkt das ich nicht mehr alleine gehen kann und legt seinen Arm um mich um mir halt zu geben. Als wir die Bar wieder
betreten müssen wir alle grundlos zu lachen beginnen. Wir nehmen unsere Plätze ganz oben wieder ein, und Er setzt sich wie selbstverständlich neben mich. Unsere Blicke treffen sich, seine Augen sind unverändert. Egal was er sagt, ich muss über alles lachen was aus seinen Mund kommt. Selbst wen für einen kurzen Moment die Stille eingekehrt ist bin ich die jenige die noch immer lachen muss. Ich lehne mich gegen seine
Schulter und schließe meine Augen, ich muss wohl eingeschlafen sein. Denn irgendwann merke ich wie jemand an meinem Arm rüttelt.
''Dein Zug kommt in 20 Minuten wir müssen jetzt los, es sei denn du schläfst bei irgendjemandem..'' Ich seufzte leise auf und möchte mich erheben, doch ich merke wie schwindelig mir wird. ''Ich sagte dir das du so etwas noch nie hattest.'' - ''Ja, aber ich muss jetzt nach Hause.''
Wir lachen und ich stubse ihm in die Seite. Er legt seinen Arm wieder um mich herum und wir gehen mit einigen anderen zu der Bahnstation.
Der Junge wegen dem ich eigentlich hergekommen ist, ist verschwunden und dies fällt mir erst jetzt auf. Wir verabschieden uns voneinander und nehmen uns noch einmal in den Arm. Die Bahnfahrt über muss ich wohl noch einmal eingeschlafen sein, den für mich ging es viel zu schnell um. Meine Bahn fährt erst in 20 Minuten und ich rauche noch einige bis ich mich auf den Weg mache. In der Bahn angekommen lasse ich mich nieder und schaue mich kurz um, es sind noch viele Menschen unterwegs. Und aus dem Unnahbaren fühle ich die Leere und den Schmerz in mir, ich bemerke wie mir die Tränen an den Wangen herunter laufen. Ich muss schrecklich aussehen, das ist das einzige was mir dazu einfällt. Grundlos sitzte ich und weine, die Menschen schauen mich ab und zu an. Nach einer langen Zeit komme ich endlich Zuhause an
und lasse mich in mein Bett fallen, und nach wenigen Augenblicken fallen mir die Augen zu.
Klingt nach einer interessanten Nacht.
AntwortenLöschenDas mit der Leere und dem Schmerz ist bei mir ganz genauso. Alles ist super, alles ist lustig und man fühlt sich so frei, und plötzlich ist man so geknickt, so zerbrochen, so alleine. Schwer zu beschreiben.
Ich hab dir einen Award verliehen!
AntwortenLöschenhttp://skizzenvoneinembesserenleben.blogspot.nl/p/blog-page.html